Nachhaltigkeit

Zahnpasta ohne Plastik

20. November 2016
Zahnpasta ohne Plastik

Wie ich Euch in meinem Artikel über das Kastanien-Waschmittel bereits erzählt habe, möchte ich ab sofort möglichst plastikfrei leben.

Das Vermeiden bezieht sich nicht nur auf das Plastik, dass mir deutlich ins Auge springt, wie Verpackungen von Lebensmitteln, sondern auch für Kunststoffe, die sich in den Produkten verstecken, die ich regelmäßig konsumiere oder anwende.

Also, zum Beispiel Duschgel, Cremes oder eben Zahnpasta.

 

Plastik in Zahnpasta

In vielen Kosmetikprodukten, die wir täglich verwenden, steckt Mikroplastik. Mikroplastik, das sind winzige Plastikstücke von weniger als fünf Millimeter Größe. Für das menschliche Auge kaum noch erkennbar.

Sichtbar sind sie oft nur noch auf der Zutatenliste eines jeweiligen Produkts, wo sie als Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) erscheinen.

Bei manchen Kosmetikprodukten beträgt der Anteil des Mikroplastiks am Gesamtinhalt bis zu 10 Prozent.

Erschreckend, nicht nur, wenn einem bewusst wird, dass Plastik auf Basis von Erdöl hergestellt wird, sondern, auch weil es nicht biologisch abbaubar ist.
Winzig kleine Plastikteilchen gelangen über das Abwasser in die Umwelt – und richten dort unabsehbare Schäden an.

Bislang ist es über Kläranlagen nämlich nicht möglich alle mikroskopisch kleinen Partikel aus dem Abwasser zu filtern. Sie gelangen praktisch ungehindert in unsere Gewässer und mit dem Klärschlamm auch auf Felder und in die Luft.

„Untersuchungen haben bereits Mikroplastik in Trink- und Regenwasser nachgewiesen – und auch in Lebensmitteln wie Honig und Milch“, heißt es auf nachhaltig sein.

Nun die gute Nachricht: Laut BUND wird Zahnpasta in Deutschland seit Ende 2014 mikroplastikfrei hergestellt.

Puh, bleibt aber immer noch die Verpackung, die in allen den meisten Fällen aus Plastik hergestellt ist.

Mal davon abgesehen, dass so manche Zahnpasta auch ohne Plastik gesundheitsschädliche (z. B. Triclosan) oder tierische Inhaltsstoffe enthält – oder diese im Herstellungsprozess verwendet werden.

 

Alternative Zahnpasta

Ich putze mir seit kurzer Zeit mit der veganen und plastikfreien Zahnpasta von Lamazuna meine Zähne.

Kennst Du Trinkschokolade am Stiel? So kommt auch diese Zahnpasta daher. Am Stiel, fest und in einer Verpackung aus Papier.

Alle Zutaten sind natürlich und stammen aus biologischem Anbau – ressourcenschonend und fair gehandelt.

Zugegeben, die Zutatenliste habe ich nicht auf Anhieb verstanden. Oder kannst Du direkt mit „Sodium Lauroyl Lactylate“ was anfangen? Wohl kaum.

Hier besteht Optmierungspotenzial, um dem Endverbraucher das Leben einfacher zu machen und ihm die Möglichkeit zu geben, zu verstehen, womit er sich die Zähne putzt.

Dies tut er mit dieser Zahnpasta, in dem er sie am Stiel festhält und mit seiner nassen Zahnbürste darüber streicht, bis sie leicht schäumt.

Die Lamazuna-Zahnpasta schäumt nicht so stark wie herkömmliche Zahnpasta und schmeckt auch nicht so intensiv, auch wenn die feste Pasta einige Tropfen ätherisches Pfefferminzöl enthält.

Dafür ist sie um so ergiebiger: Sie hält genauso lange wie zwei herkömmliche Tuben. Allerdings hinterlässt sie nichts weiter, als einen Stiel, der kompostiert werden kann.

Übrigens fand ich die Vorstellung, dass zwei Personen aus dem selben Haushalt – oder noch mehr – die Zahnpasta nutzen, ekelig. Beide reiben ihre Zahnbürsten jeden Morgen und jeden Abend über den Zahnpasta-Block. Hygienisch kann das doch nicht sein…

Die Zahnpasta wirkt laut Hersteller antibakteriell, sodass sie problemlos von mehreren Personen aus der Familie genutzt werden kann. Da mein Freund auch weiterhin mit normaler Zahnpasta putzt, habe ich die vegane Paste für mich allein – würde im Fall seines Umsteigens auf meine Zahnpasta, aber über zwei Blöcke nachdenken. 😉

 

Zahnpasta ohne Plastik selber machen

Natürlich kann man sich Zahnpasta auch selber herstellen. Ich selbst, habe es noch nicht ausprobiert, weiß aber, dass es Alternativen gibt. Dieses Rezept von Lisa scheint mir ganz brauchbar.

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1 Kommentar

  • Antworten Ayna 22. Januar 2017 um 20:49

    Nachhaltigkeit finde ich sehr wichtig. Für mich ist das ein wichtiges Thema, dass leider noch zu selten angegangen wird! Hoffentlich wird sich das bald ändern!

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